Nachhaltiger leben – Ideen von A-Z

Kennt ihr das: Ihr stolpert über tolle Tipps, über Start-ups mit schlauen, nachhaltigen Konzepten und hilfreiche Internetportale – und denkt euch „Das muss ich mir merken!“ Aber wenn dann tatsächlich der Bedarf für eine nachhaltige Lösung für euer Problem ist, wisst ihr nicht mehr, was ihr euch merken wolltet? Mir geht das ständig so, deshalb hatte ich die Idee, alle Tipps in einer Übersicht zu sammeln. Und warum dann nicht gleich so, dass ihr sie alle nutzen könnt?

Vorweg: Ich habe (noch) nicht alles getestet, was in dieser Liste steht. Vieles ist bislang nur als Gedächtnisstütze notiert. Habt ihr Anmerkungen oder Ergänzungen? Dann schreibt mir gerne. 🙂

Nachhaltiger Leben von A bis Z

Die Liste wird fortlaufend ergänzt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

B – Babysachen nachhaltig mieten

Babysachen kaufen macht Spaß, aber die Freude ist nur von kurzer Dauer, wenn die Zwerge ständig aus allem rauswachsen. Deshalb: Mieten statt Kaufen.

  • räubersachen.de: Vermietet ökologische Wollsachen für Babys und Kleinkinder. So wird weniger Kleidung weggeworfen und das Vorhandene wirklich abgetragen. Nebenbei spart man Geld und wertvollen Platz zu Hause.

Quelle: Tipp einer lieben Freundin

B – Bücher nachhaltig kaufen

Nachhaltige Online-Shops für Bücher:

  • buch7.de: 75 Prozent des Gewinns gehen an soziale Projekte, setzt auf Ökostrom
  • fairbuch.de: 2 Prozent des Einkaufswertes gehen an die Kindernothilfe
  • ecobookstore.de: setzt auf erneuerbare Energien und unterstützt mit regelmäßigen Spenden die Umweltorganisation „Rettet den Regenwald“. Quelle: flow Nr. 33/2018

I – Infos über Nachhaltigkeit

  • Viertel-vor.com: Lesenswertes Online-Magazin für mehr Nachhaltigkeit von Anna Schunck und Markus Werner, die zusammen auf einem kleinen Hof in Brandenburg leben

K – Kosmetik kaufen

  • codecheck.info: Die Website bzw. App erlaubt es, Kosmetik (aber auch Lebensmittel und mehr) auf schädliche Inhaltsstoffe hin zu überprüfen. Produkt suchen und verstehen, was drin ist.

L – Lebensmittelverschwendung vermeiden

  • Flowersonmyplate.de zeigt, wie man frisches Obst und Gemüse lagern sollte, damit nichts davon im Müll landet.

R – Regional und saisonal einkaufen

  • Solidarische-landwirtschaft.de: Ganz einfach gesagt bedeutet solidarische Landwirtschaft, dass ihr nicht die Produkte zahlt, sondern mit euren Zahlungen die Produktion von regionalen und saisonalen Produkten unterstützt – und im Gegenzug dafür euren „Ernteanteil“ von einem landwirtschaftlichen Betrieb in eurer Nähe erhaltet, also Obst, Gemüse, Fleisch, Milch, Eier und alles, was der Hof noch so abwirft. Mehr Infos findet ihr auf der Seite. Dort könnt ihr auch nach einer SoLaWi in eurer Nähe suchen.

S – Sonnenschutz

  • Mineralische Sonnencreme ohne Mikroplastik: Der Vorteil von mineralischer Sonnencreme liegt auf der Hand: Sie wird ohne Chemie hergestellt und ist deshalb deutlich besser für uns als herkömmliche Sonnencremes, die häufig problematische oder sogar gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe enthält. Mein Favorit: ECO Cosmetics Sonnencreme Baby & Kids mit LSF 50. Wirkt, ist frei von unweltschädlichen Nanoparktikeln, Aluminiumsalzen, PEG, Parabenen und tierischen Inhaltsstoffen und ist zugleich mild und gut für sensible Haut geeignet. Der Weißeffekt, üblich für mineralische Sonnencremes, hält sich auch in Grenzen.

T – Technische Geräte nachhaltig reparieren lassen

  • backmarket.de: Defekte Geräte, wie Smartphones uns Laptops) reparieren lassen, anstatt sie wegzuwerfen. backmatket.de hat dafür professionelle Werkstätten unter Vertrag – und gibt ein halbes Jahr Garantie. Dafür zahlt ihr nur 30 bis 70 Prozent vom Neupreis. Quelle: flow Nr. 33/2018

U – Unterwäsche nachhaltig kaufen

  • moralisches-angebot.de: Ein wunderbarer Online-Shop, der fair produzierte, ökologische, hübsche und wahnsinnig bequeme Unterwäsche (und Schmuck!) verkauft. Ich habe es getestet.

W – Wasser für unterwegs

  • refill-deutschland.de: Wer nachhaltig denkt und Plastikmüll vermeiden will, hat immer eine wiederverwendbare Trinkflasche dabei. Aber was, wenn sie leer ist? In Läden mit dem „Refill Station“-Zeichen an der Tür kann man sich die mitgebrachte Trinkflasche wieder auffüllen lassen! Quelle: flow Nr. 34/2018

Bienen schützen ODER wie Blumen die Welt retten können

Spätestens in diesem Jahr hat es garantiert jeder mitbekommen: Den Bienen geht es schlecht. Sie finden immer weniger Nahrung, sind bedroht durch Pestizide und Monokulturen sowie durch fehlende Nistmöglichkeiten. Die Folge: Es gibt immer weniger Bienenarten und auch die einzelnen Völker und Populationen werden immer kleiner.

Von den 560 Wildbienenarten, die es laut BUND in Deutschland gibt, sind mehr als die Hälfte bedroht, einige stehen sogar kurz vor dem Aussterben.

Dabei sind wir darauf angewiesen, dass sie unsere Kulturpflanzen bestäuben. Wie unsere Supermärkte aussehen würden, wenn es keine Bienen gebe, hat kürzlich ein Penny-Supermarkt in Hannover in einer spektakulären Aktion gezeigt – nämlich leer!

Doch zum Glück gibt es etwas, was wir selbst tun können: unsere Gärten, Balkone und Balkonkästen bienenfreundlich gestalten, das heißt bienenfreundliche Pflanzen pflanzen. So schaffen wir ein Nahrungsangebot für kleinen Bestäuber. Welche Blumen das sein können, hat der BUND hier zusammengestellt.

Ich habe meine Wildblumensamen schon im April gesät – und nun in drei Balkonkästen auf meinem Balkon eine kleine Bienenoase geschaffen. Und ich hatte Glück: Die Bienen kommen und genießen es. Das macht mich sehr glücklich!

Vielen Dank an meinen lieben Freund, der die wunderschönen Bilder so schnell geschossen hat! ❤