Bienen schützen ODER wie Blumen die Welt retten können

Spätestens in diesem Jahr hat es garantiert jeder mitbekommen: Den Bienen geht es schlecht. Sie finden immer weniger Nahrung, sind bedroht durch Pestizide und Monokulturen sowie durch fehlende Nistmöglichkeiten. Die Folge: Es gibt immer weniger Bienenarten und auch die einzelnen Völker und Populationen werden immer kleiner.

Von den 560 Wildbienenarten, die es laut BUND in Deutschland gibt, sind mehr als die Hälfte bedroht, einige stehen sogar kurz vor dem Aussterben.

Dabei sind wir darauf angewiesen, dass sie unsere Kulturpflanzen bestäuben. Wie unsere Supermärkte aussehen würden, wenn es keine Bienen gebe, hat kürzlich ein Penny-Supermarkt in Hannover in einer spektakulären Aktion gezeigt – nämlich leer!

Doch zum Glück gibt es etwas, was wir selbst tun können: unsere Gärten, Balkone und Balkonkästen bienenfreundlich gestalten, das heißt bienenfreundliche Pflanzen pflanzen. So schaffen wir ein Nahrungsangebot für kleinen Bestäuber. Welche Blumen das sein können, hat der BUND hier zusammengestellt.

Ich habe meine Wildblumensamen schon im April gesät – und nun in drei Balkonkästen auf meinem Balkon eine kleine Bienenoase geschaffen. Und ich hatte Glück: Die Bienen kommen und genießen es. Das macht mich sehr glücklich!

Vielen Dank an meinen lieben Freund, der die wunderschönen Bilder so schnell geschossen hat! ❤

Nachhaltiger Leben – Ideen von A-Z

Kennt ihr das: Ihr stolpert über tolle Tipps, über Start-ups mit schlauen, nachhaltigen Konzepten und hilfreiche Internetportale – und denkt euch „Das muss ich mir merken!“ Aber wenn dann tatsächlich der Bedarf für eine nachhaltige Lösung für euer Problem ist, wisst ihr nicht mehr, was ihr euch merken wolltet? Mir geht das ständig so, deshalb hatte ich die Idee, alle Tipps in einer Übersicht zu sammeln. Und warum dann nicht gleich so, dass ihr sie alle nutzen könnt?

Vorweg: Ich habe (noch) nicht alles getestet, was in dieser Liste steht. Vieles ist bislang nur als Gedächtnisstütze notiert. Habt ihr Anmerkungen oder Ergänzungen? Dann schreibt mir gerne. 🙂

Nachhaltiger Leben von A bis Z

Die Liste wird fortlaufend ergänzt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

B – Babysachen nachhaltig mieten

Babysachen kaufen macht Spaß, aber die Freude ist nur von kurzer Dauer, wenn die Zwerge ständig aus allem rauswachsen. Deshalb: Mieten statt Kaufen.

  • räubersachen.de: Vermietet ökologische Wollsachen für Babys und Kleinkinder. So wird weniger Kleidung weggeworfen und das Vorhandene wirklich abgetragen. Nebenbei spart man Geld und wertvollen Platz zu Hause.

Quelle: Tipp einer lieben Freundin

B – Bücher nachhaltig kaufen

Nachhaltige Online-Shops für Bücher:

  • buch7.de: 75 Prozent des Gewinns gehen an soziale Projekte, setzt auf Ökostrom
  • fairbuch.de: 2 Prozent des Einkaufswertes gehen an die Kindernothilfe
  • ecobookstore.de: setzt auf erneuerbare Energien und unterstützt mit regelmäßigen Spenden die Umweltorganisation „Rettet den Regenwald“

Quelle: flow Nr. 33

K – Kosmetik kaufen

  • codecheck.info: Die Website bzw. App erlaubt es, Kosmetik (aber auch Lebensmittel und mehr) auf schädliche Inhaltsstoffe hin zu überprüfen. Produkt suchen und verstehen, was drin ist.

R – Regional und saisonal einkaufen

  • Solidarische-landwirtschaft.de: Ganz einfach gesagt bedeutet solidarische Landwirtschaft, dass ihr nicht die Produkte zahlt, sondern mit euren Zahlungen die Produktion von regionalen und saisonalen Produkten unterstützt – und im Gegenzug dafür euren „Ernteanteil“ von einem landwirtschaftlichen Betrieb in eurer Nähe erhaltet, also Obst, Gemüse, Fleisch, Milch, Eier und alles, was der Hof noch so abwirft. Mehr Infos findet ihr auf der Seite. Dort könnt ihr auch nach einer SoLaWi in eurer Nähe suchen.

T – Technische Geräte nachhaltig reparieren lassen

  • backmarket.de: Defekte Geräte, wie Smartphones uns Laptops) reparieren lassen, anstatt sie wegzuwerfen. backmatket.de hat dafür professionelle Werkstätten unter Vertrag – und gibt ein halbes Jahr Garantie. Dafür zahlt ihr nur 30 bis 70 Prozent vom Neupreis.

Quelle: flow Nr. 33

U – Unterwäsche nachhaltig kaufen

  • moralisches-angebot.de: Ein wunderbarer Online-Shop, der fair produzierte, ökologische, hübsche und wahnsinnig bequeme Unterwäsche (und Schmuck!) verkauft. Ich habe es getestet.

[fì-ne] – endlich ein natürliches Deo, das wirkt!

Das Arbeiten in einer Frauenredaktion hat viele wundervolle Vorteile. Einer davon ist der Austausch mit vielen unterschiedlichen Frauen, die alle einen ganz eigenen Input mitbringen. Eine meiner Kolleginnen aus dem Beauty-Ressort hat zum Beispiel schadstofffreie Kosmetik und aluminumfreie Deos zu ihrem Herzensthema erkoren – und ist die Entdeckerin von [fì-ne]. Nicht die Erfinderin, aber jene Redakteurin, die dem vollkommen neuartigen, organischen Deo zum Durchbruch verhalf, wie Gründerin Judith Springer im Interview mit der Süddeutschen erzählte: „Richtig spürbar wurde der Absatz, als eine Redakteurin von der Brigitte schrieb, das Deo hätte sie so richtig begeistert. Da wurde meine Seite dann gestürmt.“

[fì-ne] – zu gut, um wahr zu sein?

All das erfuhr ich, kurz nachdem ich selbst auf Instagram über [fì-ne] gestolpert war. Selbst gerade sehr frustriert darüber, dass mein aluminiumfreies Deo von CD seit einigen Wochen nicht mehr so richtig wirkte, war ich sofort interessiert: Ein „total pures, organisches und absolut effektives Creme-Deodorant, […] natürlich und zu 100% vegan, frei von Aluminiumsalzen, frei von gentechnisch veränderten Substanzen, Gluten, Nanopartikeln, Parabenen, petrochemischen Zusätzen […], Konservierungs- und Farbstoffen, synthetischen Füll- oder Duftstoffen“ – das klang doch fast zu gut, um wahr zu sein. Es soll sogar essbar sein, schreibt Springer auf ihrer Seite. Sicher gibt es einen Haken, dachte ich.

Ein Preis, der hart an die Schmerzensgrenze geht

Und den gibt es tatsächlich: Es ist der Preis! 93 (!!!) Euro kosten 100 Gramm des vermeintlichen Wundermittels. Heißt: Für die Standardgröße (30 Gramm) von Vetiver Geranium zahlt man 28 Euro. Viel zu viel für einen Test, war meine erste Reaktion (und auch jetzt muss ich ehrlicherweise noch schlucken). Doch dessen scheint sich Judith Springer bewusst zu sein. Sie bietet deshalb – in dem Wissen, dass sie ein grandioses Produkt geschaffen hat – eine Probierpackung an. Drei Milliliter kosten dann 2,80 Euro. Die war ich bereit zu investieren.

[fì-ne] im Test – ich bin begeistert!

Und schon hier merkt man zwei Dinge: 1. Das Deo ist wahnsinnig ergiebig. Vier Tage hielt die Packung! 2. Es wirkt! Die kakaobutterartige Konsistenz und der Duft nach ätherischen und nährenden Ölen (Geranium, Vetiver, Lavendel, Patschuli, Sandelholz, Nelke, Koriander, Teebaum und Lemongrass) sind im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, aber man gewinnt sie schnell sehr lieb. Denn: Sie schützen so wunderbar (Härtetest im Personalgespräch erfolgreich bestanden!). Noch am Abend riecht die Kleidung dezent nach dem frischen Duft. Unangenehme Gerüche? Keine Spur!

Ich hätte nie für möglich gehalten, dass es ohne Weiteres möglich ist, ein Oberteil 2 oder sogar 3 Mal anzuziehen, bevor es in die Wäsche geht. Was wiederum großartig für den Waschmittel- und Energieverbrauch ist und die Belastung des Wassers mit Mikroplastik reduziert. Gut für mich – und gut für die Umwelt! ❤

Das Gleiche gilt übrigens auch für die hübschen kleinen Gläschen: weniger Plastikmüll – und man kann sie anschließend wunderbar dekorativ weiterverwenden.

Ich habe mir also inzwischen die Standardgröße Vetiver Gernanium bestellt und möchte nie wieder etwas anderes benutzen. Geliefert wird sie mit persönlichem Gruß in einem süßen Säckchen, das die Hochwertigkeit des Produktes noch einmal unterstreicht. Beigelegt ist auch ein kleiner Spatel, mit dem das cremige Deo aus dem Glas entnommen und auf die Haut aufgetragen werden kann. Ich persönlich verzichte auf den Spatel und verteile es mit der Hand. So habe ich ein gutes Gefühl für die Menge und gehe sicher, dass alles gut eingezogen ist, bevor ich das Oberteil überziehe.

Wenn ihr neugierig geworden seid, empfehle ich euch das FAQ mit Judith Springer auf ihrer Seite. Dort klärt sie alle wichtigen Fragen rund um [fì-ne]. Was meint ihr, gebt ihr dem natürlichen Deo eine Chance?

*Disclaimer: Dieser Artikel spiegelt nur meine persönliche Meinung wider und ist nicht Teil einer Kooperation – weder bezahlt noch unbezahlt. Alle Produkte habe ich zum vollen Preis selbst erstanden.*

Kann faire, vegane und ökologische Unterwäsche sexy sein?

Vor einiger Zeit hatte ich die große Freude, die inspirierende Franzi kennenzulernen, die sich mit moralisches-angebot.de, einem Online-Shop für faire, vegane und ökologische Unterwäsche und Accessoires, selbstständig gemacht hat. Bis dahin hatte ich – zugegeben – noch nie darüber nachgedacht, dass ein nachhaltiges Leben auch bedeuten sollte, sogar beim Kauf von Unterwäsche genauer hinzuschauen. Klassischer Fall von „aus den Augen, aus dem Sinn“ würde ich sagen.

Dabei ist Unterwäsche echt ein Knackpunkt, wie mir Franzi erklärte, weil es das Produkt ist, das man einfach nicht gebraucht kauft. Alles andere geht und es ist natürlich am besten, wenn nichts neu produziert wird, aber Unterwäsche braucht man immer frisch.“ Oder wie sie auf ihrer Seite schreibt:

Wir haben hier einen Bedarf… denn auch Hardcore-Ökos kaufen i. d. R. keine gebrauchten Schlüpfer 😉

Recht hat sie!

Und was kann die nachhaltige Unterwäsche?

Und so kam es, dass ich mal durch ihren Shop stöberte. Ich gebe zu, im ersten Moment fand ich das, was ich da sah, recht teuer. So gut mir die Idee gefiel, die Unterwäschepreise von H&M gewohnt, musste ich schon schlucken, als ich sah, dass einzelne Slips hier preislich zwischen 14 und 40 Euro liegen. Doch je länger ich darüber nachdachte, desto mehr leuchtete mir auch hier wieder das Konzept Qualität vor Quantität ein.

Alle Textitlien, die man bei moralisches-angebot.de bestellen kann, bestehen aus veganen, nachwachsenden, kontrolliert biologisch angebauten Naturfasern oder aus recycelten bzw. wiederverwerteten Reststoffen und sind pestizidfrei. Dabei muss die Produktion so regional wie möglich erfolgen, um lange Transportwege zu vermeiden und faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Mehr darüber lest ihr auf moralisches-angebot.de unter „Antrieb“.

Dass das alles seinen Preis hat – das kann ich total verstehen. Zumal die qualitativ hochwertigen Stücke garantiert länger halten als alles, was man bei H&M und Co. kaufen kann.

Muffiges Öko-Image? Absolut NICHT!

Und das Beste: Die Wäsche hat absolut nichts mit dem muffigen Öko-Image gemein, an das man im ersten Moment vielleicht denken würde. Langweilige Oma-Schlüpfer? Fehlanzeige! Tatsächlich sind einige der Teile extrem sexy. Der Anekdot Bow Hi oder die Anekdodt Knickers zum Beispiel. Ich war überrascht, denn das hätte ich von nachhaltiger Unterwäsche echt nicht erwartet. Also habe ich den Test gemacht und mir ein paar Teile bestellt.

Und ich war wirklich begeistert: Das ging schon los, als ich den Briefumschlag mit der Lieferung aus dem Briefkasten fischte. Genau: Schon hier wird an Verpackung gespart. Wozu ein Paket packen, wenn ein Briefumschlag vollkommen ausreicht? Ist der liebevoll mit Stempeln dekorierte Briefumschlag einmal geöffnet, geht es verpackungsfrei weiter: Die Stücke sind einfach in dünnes Papier (natürlich recycelt!) eingewickelt. Das sieht zugleich edel aus und spart Plastikverpackung. Toll, endlich mal ein rundum durchdachtes Konzept! Es gibt nur weniges, was mich so sehr ärgert, wie nachhaltige Produkte, die in Plastik verpackt werden.

Die Stoffe selbst fühlen sich übrigens hinreißend an, ganz weich und anschmiegsam, einfach so, als würde man sich etwas wirklich Gutes tun. Und ein süßes Goodie gab es noch dazu: die weltweit ersten fairen Haargummis aus Bio-Baumwolle von Degree Clothing. Auch darüber, dass meine Haargummis nicht fair sind, habe ich mir ehrlicherweise noch nie Gedanken gemacht. Also vielen herzlichen Dank dafür!

Für mich ein rundum gelungener Test, der einen weiteren Aspekt meines Lebens ein bisschen nachhaltiger macht.

*Disclaimer: Dieser Artikel spiegelt nur meine persönliche Meinung wider und ist nicht Teil einer Kooperation – weder bezahlt noch unbezahlt. Alle Produkte habe ich zum vollen Preis selbst erstanden.*

Lesetipp: Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Zugegeben: Richtig einkaufen – in der richtigen Menge, sodass alles verbraucht werden kann – ist auch bei mir noch eine Großbaustelle. Ich bemühe mich sehr darum, ertappe mich aber immer wieder dabei, wie ich dann doch hungrig und ohne Einkaufszettel losgezogen bin, um einfach irgendwas zu kaufen. Oder wie plötzlich eine Verabredung dazwischen kommt, obwohl ich für das Abendessen bereits geplant und eingekauft habe.

Ich versuche aber, jeden Tag besser zu werden – und freue mich deshalb sehr über dieses lesenswerte Stück von Krautreporter, das Alternativen und tolle Projekte auflistet, die der Lebensmittelverschwendung den Kampf ansagen. Besonders spannend: die Liste am Ende.

Ihr könnt den Artikel in den nächsten 24 Stunden ohne Bezahlschranke lesen. Wer ihn nicht öffnen kann, schreibt gerne einen Kommentar drunter. 🙂

Habt ihr noch Tipps, die euch helfen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen?

Der perfekte Deal – oder Das Wochenmarkt-Idyll

Ich liebe es ja, auf meinem Wochenmarkt einzukaufen! Als wir vor einigen Jahren hierher zogen, konnte ich es kaum fassen, dass in Laufnähe jede Woche ein Markt stattfinden würde. Ich dachte, ich würde dann jede Woche mit dem Körbchen über dem Arm über den Markt spazieren, hierhin und dorthin grüßen und auf meiner Schulter säßen ein paar Spatzen, die eine Disney-Melodie trällern würden.

Jetzt, Jahre später, fehlen zwar die Spatzen und das Körbchen, aber tatsächlich kenne ich inzwischen die jungen Gemüsehändler, die Frauen vom Bio-Hof und das Blumenhändler-Paar. Man plaudert ein bisschen, ich lasse mich beraten, wir tauschen Erfahrungen aus. Es ist ein Wochenmarkt-Idyll, wie es im Buche steht – und der Ort für den perfekten Deal!

Win-Win-Situation auf dem Wochenmarkt

Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber sie hat mich letzte Woche wieder mal so beflügelt, dass ich davon erzählen möchte. Denn: Diese Win-Win-Situation ist so makellos, dass man sie einrahmen möchte.

Seit Längerem schon sammle ich (saubere!) Eierkartons, anstatt sie wegzuwerfen, nachdem ich die Eier in den Kühlschrank sortiert habe. Und dann, alle paar Monate mal, bringe ich einen großen Beutel voll mit Eierkartons zum Markt und gebe sie am Gemüsestand ab. Dort werden die Kartons sofort in den Bestand überführt und für die nächste Ladung Eier verwendet, die verkauft wird.

Ich habe also keinen Müll produziert, die Eierkartons werden ein zweites und drittes Mal genutzt (denn ich bin bei Weitem nicht die Einzige, die das tut) und die Gemüsehändler müssen für ihre Eier keine neue Kartons einkaufen. Perfekt, oder?