Das Kleiderschrank-Projekt II – HILFE, gibt’s das auch in nachhaltig?

Vor zwei Wochen habe ich begonnen, mit dem Buch „Das Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees meinen persönlichen Stil UND meinen Kleiderschrank umzukrempeln. Wie die ersten Schritte gelaufen sind, könnt ihr hier nachlesen. Seitdem habe ich mir wirklich Mühe gegeben und mich Schritt für Schritt an das Buch gehalten. Das war gar nicht einfach…

Ich habe dafür immer wieder geduldig Fragen zu meinem persönlichen Stil beantwortet, Listen erstellt, neue Fragen beantwortet, Listen wieder überarbeitet, Moodboards erstellt (die Zusammenfassung gibt’s auf diesem Pinterest-Board zu sehen) und überarbeitet, war einen ganzen Tag lang in der Innenstadt und habe mich vier Stunden lang durch sämtliche Teile durchprobiert, die auch nur im Entferntesten etwas mit meinem Traum-Look zu tun haben – und nun DAS!

Ich kann die Kleidungsstücke, die ich brauche, nicht nachhaltig kaufen.

HILFE, gibt’s das auch nachhaltig?

Der Plan ist eigentlich ganz einfach: Wer sein Moodboard und eine Zusammenfassung erstellt UND seinen Kleiderschrank einer Detox-Kur unterzogen hat, darf losziehen und sich schöne neue Sachen kaufen, die dem Stil entsprechen. Das wollte ich natürlich möglichst nachhaltig tun.(„Du machst es dir aber auch gerne kompliziert“, war die Antwort einer lieben Freundin, als ich ihr von diesem Plan erzählte.)

Doch tatsächlich gibt es fast nichts von dem, was ich auf meinen Moodboards verewigt habe, von fair produzierten, umweltbewussten Labels. Im Avocadostore wurde ich nicht fündig und auch auf den Seiten einzelner Labels (Bleed, Greenality, Glore etc.) sah es ganz düster aus. Versteht mich nicht falsch: Die haben viele schöne Sachen, aber leider nicht die, die ich mir so mühsam als Bestandteile meines „neuen Stils“ (er heißt übrigens „elegante Lagen-Romantik“ – kreativ, oder?) erarbeitet habe.

Da ich aber bereits meinen Kleiderschrank aussortiert habe, habe ich nun zwei Möglichkeiten: Ich gehe entweder zukünftig nackt zur Arbeit oder ich muss mich damit abfinden, dass ich „herumlaufen muss, wie alle anderen“, um meinen Freund zu zitieren. Damit meint er, dass meine Kleidung in den meisten Fällen vermutlich nicht fair und umweltbewusst produziert wurde… kein Recycling, keine innovativen Ideen, nicht vegan und nicht biologisch abbaubar und so weiter und so fort.

Die Idee war wohl zu gut…

Das macht leider, dass sich das ganze Projekt gleich ein bisschen weniger toll anfühlt und dass es etwas von einem Verrat an mir und der Idee hat. Vielleicht war die Vorstellung einfach zu schön? Einfach bei Null anfangen, alles umkrempeln und einen frischen, gesunden und nachhaltigen Start hinzulegen…

Vielleicht hat aber auch noch jemand von euch einen Tipp, wo ich mal schauen könnte. Ich wäre sehr dankbar!!

Wenigstens wurde mein Kleiderschrank gedetoxed!

Aber ein Gutes hat die Sache dann doch: Ich habe meinen Kleiderschrank ausgemistet. Oder in den Worten von Anuschka Rees: Kleiderschrank-Detox gemacht. Das habe ich zwar eigentlich erst vor wenigen Monaten für einen Klamottentausch-Nachmittag gemacht, aber es ist erstaunlich, wie viel jetzt trotzdem wieder aussortiert werden konnte. Man wird eben bei jedem mal mutiger…

Microgreens – Was wächst denn da auf meiner Fensterbank?

Es gibt ja diese Ideen, die überzeugen einen in der Sekunde, in der man von ihnen hört. Die sind so gut, dass man sich fragt, warum nicht schon viel eher mal jemand darauf gekommen ist. So ging es mir, als ich zum ersten Mal von Microgreens hörte.

Microgreens sind ein Trendfood aus den USA, das SO neu eigentlich gar nicht ist. Denn dabei handelt es sich eigentlich nur um die Keimpflanzen der verschiedensten Gemüsesorten, denen man mit dem Superfood-Namen einen neuen, hippen Stempel aufgedrückt hat. Während wir sonst die ausgewachsenen Pflanzen von Rauke, Brokkoli, Radieschen und Co. essen, erfolgt hier die Ernte einfach schon im Kindheitsstadium.

Warum Microgreens eine tolle Idee sind

Die Pflänzchen sind so klein, dass man sie in Setzkästchen ganz unkompliziert auf der Fensterbank ziehen kann, und werden noch jung geerntet. Das hat ein paar entscheidende Vorteile, sie stecken nämlich voller Vitamine, Mineralstoffe und sekundärer Pflanzenstoffe, wie uns Niko Rittenau, Ernährungsberater mit Fokus auf pflanzliche Ernährung, erklärte. Von all diesen guten Dingen enthalten sie sogar MEHR als ihre ausgewachsenen Geschwister.

Die Konzentration an Vitalstoffen in den Keimpflanzen ist um ein Vielfaches höher als bei ihren großen Geschwistern, dem ausgewachsenen Gemüse.

Und noch etwas hat Niko Rittenau beobachtet:

Aus ernährungspsychologischer Sicht sind Microgreens interessant, weil sie uns dazu bringen, uns über das reine Kaufen, Zubereiten und Essen hinaus, mit unserer Nahrung zu beschäftigen. Durch das Heranziehen von Pflanzen und das Zuschauen beim Wachsen konnte ich bei vielen Menschen ein allgemein verbessertes Essverhalten feststellen.

Na, das klingt doch erstmal sehr vielversprechend!

An die Saatpads, fertig – los!

Mein erstes Microgreens-Experiment war das Pflanz-Set von HEIMGART. Die machen das Indoor Farming ganz einfach, verzichten dabei vollständig auf Erde (weniger Nitrate in unserer Nahrung!), verwenden stattdessen bio-zertifizierte Saatpads aus Naturvlies und Leinendocht, sind kompostierbar und werden in Zusammenarbeit mit den Behindertenwerkstätten des Deutschen Roten Kreuzes in Potsdam hergestellt. So viele gute Gründe also, das Set zu Hause gleich auszuprobieren. Und das habe ich natürlich gemacht:

Das Starterkit von HEIMGART enthält Folgendes:

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In den ersten Tagen müssen die Saatpads im Dunkeln sprießen. Dafür gibt es in jeder Saatpad-Packung eine Abdeckung.

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Nach zwei Tagen klopfen die ersten Keimpflanzen schon von unten gegen die Abdeckung, aber ein wenig müssen sie sich noch gedulden…

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Am dritten Tag bahnen sich die Mini-Pflänzchen endlich ihren Weg ans Licht. Jetzt ist die Zeit gekommen, die Abdeckung zu entfernen, damit sich die Microgreens im Sonnenlicht grün färben. Je nach Sorte kann es aber 5 bis 15 Tage dauern, bis die Ernte beginnen kann.

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Die Ernte kann beginnen!

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Mein Fazit zu den Microgreens von HEIMGART

Das Pflanzen der Microgreens ist wirklich kinderleicht und ich glaube tatsächlich, dass stimmt, was die Macher von HEIMGART sagen: Einen grünen Daumen braucht man hierfür nicht. Genau in der versprochenen Zeit strecken die ersten Keime ihre Köpfe aus dem Kästchen und schon nach drei Tagen kann mit der Ernte begonnen werden.

Bisher habe ich die Microgreens von Brokkoli und Radieschen getestet und sie zum Beispiel aufs Butterbrot, auf Frischkäse und über Salat gestreut. Das hat schon super geschmeckt! In Zukunft soll es von Kochbuchautorin Sophia Hoffmann viele leckere, vegane Rezepte mit den Microgreens geben, die ich dann natürlich auch gerne ausprobieren werde.

Meine erste Charge ist jetzt aufgebraucht, jetzt kann ich den Inhalt einfach kompostieren, die Porzellanschale in der Spülmaschine reinigen und weitere Pads ausprobieren. Das Starterkit kostet 29,95 Euro, die Nachfüllpads sind für 1,99 Euro das Stück erhältlich und halten sich dann sehr lange. Man kann also ruhig auf Vorrat kaufen.

Für mich ist das eine rundherum runde Sache! 

DISCLAIMER Dieser Beitrag spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wider und ist nicht bezahlt. 

Das Kleiderschrank-Projekt ODER Schluss mit „Ich habe nichts zum Anziehen“

Gestern Abend habe ich etwas sehr Untypisches getan. Etwas, von dem die meisten Leute, die mich kennen, wissen, dass es definitiv nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Ich habe mich stundenlang SEHR ausdauernd durch Pinterest gescrollt und Mode-Inspirationen gesucht. Warum? Weil ich mir „Das Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees gekauft habe, ein Buch, das verspricht, mir dabei zu helfen, systematisch meinen eigenen Stil – und damit zu einem bewussten Modekonsum – zu finden.

Hilfe, ich habe nichts zum Anziehen!

Ich gebe zu, dass Mode nicht unbedingt zu meinen Lieblingsthemen gehört und ich nicht so viel Zeit und Gedanken in meine Kleidung investiere, wie ich vielleicht sollte. Doch man kann nicht versuchen, nachhaltiger zu leben, ohne auch darüber nachzudenken, was man trägt, wo man es kauft und was einem dabei wichtig ist. Bewusster Modekonsum – das sprach mich an: Weniger kaufen, aber dafür das Richtige. Perfekt!

Denn gerade in dieser Übergangsphase, jetzt im Herbst, habe ich ein großes Problem: Ich habe nichts zum Anziehen. Versteht mich nicht falsch: In meinem Kleiderschrank sind viele Dinge. Aber nicht die Richtigen. Ich fühle mich oft unwohl, die Kleidung passt nicht zu mir, es gibt keinen erkennbaren Stil. Was also tun? Mal wieder ziellos durch die Gegend laufen und zusammenhangslos Klamotten kaufen, die vielleicht (eher aber nicht) zu mir passen und mich durch diesen Herbst und Winter bringen?

Ich weiß einfach nicht, was mir steht – und was ich mag

Das war mein erster Gedanke. Ich stöberte also durch den Avocadostore, weil ich hier wenigstens weiß, dass die Kleidung fair und ökologisch produziert ist. Dass man dafür etwas mehr zahlt, ist für mich vollkommen verständlich. Doch leider entpuppte sich das, was ich da mühevoll zusammengetragen und bestellt habe, einmal mehr als chaotischer Haufen von Dingen, die mir nicht besonders gut stehen, zum Teil leider gar nicht sitzen und zusammen auch keine klare Linie ergeben. Kurz: Fast alles ging zurück.

Frustriert in meinen Kleiderschrank starrend erinnerte ich mich dann an etwas, das ich in der letzten Ausgabe der „Flow“ (große Leseempfehlung an der Stelle!) gelesen habe. Dort wurde die Bloggerin Anuschka Rees im Kurzinterview gefragt, woran es liege, dass wir alle einen vollen Kleiderschrank, aber trotzdem nichts zum Anziehen hätten. Sie antwortete:

Es kommt nicht darauf an, wie viele Teile man hat, sondern welche. Viele wissen gar nicht, was ihrem Stil entspricht. Wenn man ein Gespür dafür entwickelt, braucht man nicht viel und findet trotzdem immer was zum Anziehen.

Das traf für mich den Nagel auf den Kopf. Genau das ist mein Problem! Ich weiß nicht, was ich brauche, was mir steht und was ich mag.

Ab jetzt kommen nur noch Lieblingsteile in den Schrank!

Zum Glück hat Anuschka Rees eine Lösung dafür. Sie heißt „Das Kleiderschrank-Projekt“, ist im DUMONT-Verlag (für 28 Euro) erschienen und gut 270 Seiten dick. Eine Patentlösung ist es aber leider nicht. Und das heißt: Ich muss nun wirklich Zeit, Gedanken und Kreativität investieren, um mit den Übungen im Buch meinen eigenen Stil zu finden.

Gar nicht so einfach, wenn man noch ganz am Anfang steht. Doch ich merke schon jetzt, dass es sich lohnen wird. Denn es ist wie mit allen Dingen, die wir in unserem Leben haben: Wir sollten nur behalten, was wirklich zu uns passt und uns glücklich macht. Alles andere ist unnötiger Ballast und Geld- und Ressourcen-Verschwendung.

Im „Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees bedeutet das:

  • Nur Lieblingsteile, die meinem eigenen, individuellen Stil entsprechen und nicht von Mode-Trends abhängig sind, haben Platz in meinem Kleiderschrank.
  • Ich entscheide mich für Kleidung von hoher Qualität, die ich liebe und die es wert ist, dass ich sie pflege und die so länger als einen Sommer hält (und damit nachhaltiger ist).
  • Ich kaufe weniger, aber dafür das Richtige. So spare ich Geld bei Impulskäufen und kann es stattdessen in die Qualität der Kleidung stecken, die mir wirklich steht und die ich wirklich mag.

Minimalismus im Kleiderschrank für ein stressfreieres Leben

Alles, was nicht mehr passt, ausgebeult ist, kratzt oder „gerade noch gut genug“ ist, kommt nicht mehr in meinen Kleiderschrank! Für Anuschka Rees ist das ihre Form von Minimalismus:

Alles, was nicht glücklich oder Ihr Leben reicher macht, muss weg, damit Platz für die Dinge geschaffen wird, die Sie wirklich erfüllen. [Doch] letztlich geht es ja nicht darum, zum Minimalisten zu werden, sondern ein glücklicheres, stressfreieres Leben zu führen. Minimalismus ist ganz einfach eine Technik, mit der Sie Ihr tägliches Leben bewusster gestalten können, wie zum Beispiel auch Yoga, gesunde Ernährung, Meditation oder was immer Sie tun, um bei Kräften zu bleiben.

Die ersten Übungen laufen recht gut an. Als erstes soll ich zwei Wochen lang jeden Tag mein Outfit fotografieren, um zu erkennen, wo meine Baustellen sind, was mir steht und was nicht, und an welchen Dingen ich gerne arbeiten möchte. Parallel dazu sammle ich bereits Inspirationen. Das tue ich auf Pinterest, weil ich es wunderbar einfach finde und es ganz bequem (wie gestern Abend) aus meinem Lesesessel heraus tun kann. Nun geht es ans Aussortieren und daran, Muster zu erkennen, um Schritt für Schritt die Eigenschaften meines persönlichen, individuellen Stils heraus zu arbeiten. Man darf gespannt sein…

Es ist also noch ein etwas längerer Weg, den ich vor mir habe, aber ich werde versuchen, dran zu bleiben und hier davon zu berichten.

Habt ihr euren persönlichen Stil schon gefunden?

Nachhaltigkeit - das bedeutet es für mich

Nachhaltigkeit – nur so eine kleine Marotte von mir

Nachhaltigkeit – das klingt nicht sexy. Das gebe ich gerne zu. Im Gegenteil: Wenn ich nicht wüsste, wie toll es ist, würde ich auch schon beim Klang dieses Wortes das Interesse verlieren. Ist ja auch ganz schön abstrakt, so ein Wort. Aber Welteinbisschenbessermachenindemmandaraufachtetwasmankauftundwievieldavonunddassdabeinichtsundniemandausgebeutetwird ist halt auch ein echter Zungenbrecher, der einem nicht so leicht über die Lippen gehen will. Worte, wie „bewusster Verzicht“, „Umweltschutz“, „Müllvermeidung“ und „ökologischer Anbau“ tragen ebenfalls nicht zur Sexyness bei.

Ich habe schon oft belustigt (und ein klitzekleines bisschen verstört) beobachtet, dass mein Versuch, nachhaltiger zu leben, von meiner Umwelt eher als eine kleine, liebenswerte Marotte an mir wahrgenommen wird. Als würde es zu mir gehören, wie meine Ekel vor Kaugeräuschen und meine Unfähigkeit, einen anständigen Lidstrich zu ziehen, hätte aber mit ihnen, den Menschen um mich herum, nichts zu tun.

Sie belächeln meine schrullige Nachhaltigkeit liebevoll und greifen dann doch zum Kaffee to Go-Becher mit Pappring UND Plastikdeckel. Manchmal entschuldigen sie sich sogar bei mir, nennen mich „Vorbild“, schauen schwärmerisch, als würden sie das selbst gerne machen – und verbrennen sich beim ersten Schluck aus dem Plastikbecher die Zunge.

Befriedigend und beglückend – wenn das nicht sexy ist!

Das ist sehr süß, zeigt mir aber, dass sie es für mich machen, wenn sie statt des Einwegbechers tatsächlich eine Tasse verwenden, wenn sie zum Bio-Produkt statt zum herkömmlichen Produkt greifen, wenn sie einen Stoffbeutel statt der Plastiktüte verwenden. Weil sie mich gerne haben und mir einen Gefallen tun wollen, nicht weil ich sie inspiriert habe und Nachhaltigkeit plötzlich so sexy klingt. Das ist schade, weil es eigentlich so befriedigend und beglückend ist. Weil es sich so richtig anfühlt.

Also möchte ich hier mal ein bisschen an der Sexyness von Nachhaltigkeit arbeiten – und kurz beschreiben, was ich darunter verstehe. Für mich bedeutet nachhaltiger leben:

  • die Dinge zu pflegen, die ich bereits besitze, damit ich sie möglichst lange verwenden kann und nicht allzu oft Neues kaufen muss
  • bewusst Ballast abzuwerfen und auszusortieren, was ich nicht mehr brauche, was für andere Leute aber noch sehr nützlich sein kann. Kleidung, Schuhe, Bücher, Bettwäsche, Handtücher, Küchenutensilien – in Wahrheit hat man doch viel zu viel davon zu Hause und könnte vieles davon spenden, tauschen, weitergeben. Toll geht das zum Beispiel mithilfe von Marie Kondo und ihrer KonMari-Methode und dieser tollen Liste von Krautreporter, mit der du 66 überflüssige Dinge in deiner Wohnung jetzt sofort loswerden kannst.
  • nicht mehr alles zu kaufen, wonach mir gerade der Sinn steht, sondern genau zu überlegen, ob ich es brauche. Inspirationen dazu gibt es zum Beispiel bei der Bloggerin Anuschka Rees, Autorin des Buches „Das Kleiderschrank-Projekt“. Lest hier mehr über meinen Selbstversuch mit dem „Kleiderschrank-Projekt“.
  • nicht mehr das Billigste von allem zu kaufen, sondern darauf zu achten, dass es möglichst fair und umweltschonend produziert wurde, dass es möglichst wenig fiese Inhaltsstoffe enthält, dass es möglichst kurze Transportwege zu mir zurückgelegt hat und dass es nicht unnötig aufwendig verpackt ist
  • immer wieder Verhaltensweisen zu hinterfragen. Muss ich im Supermarkt einkaufen oder funktioniert vielleicht solidarische Landwirtschaft für mich? Muss ich alles kaufen oder kann ich einiges auch selbst produzieren oder herstellen? Muss man immer Dinge verschenken oder gibt es andere Wege, Menschen glücklich zu machen? Oder auch: Wie kann ich einfach mal nett zu anderen Menschen sein?
  • immer wieder nach Alternativen zu suchen: Brauche ich Tampons oder tut es auch eine Menstruationstasse? Gibt es wiederverwendbare Abschmink-Pads? Kann Unterwäsche vegan und fair produziert sein? Gibt es beim Online-Shopping Alternativen zu Zalando, About You und Asos? (Ja, gibt es!) und kann eine Suchmaschine nicht nur Ergebnisse ausspuken, sondern auch Bäume pflanzen? (Ja, kann sie!) Von Stoffbeuteln, Tupperdosen und Co. ganz zu schweigen.

Natürlich stehe ich noch am Anfang dieses Weges, aber zum Glück komme ich durch meinen Job und durch viele interessante Menschen in einem Umfeld immer wieder auf neue Ideen und erfahre von neuen, spannenden Projekten. Und die möchte ich hier ab sofort mit euch teilen.

Und jetzt seid ihr dran: Was bedeutet Nachhaltigkeit für euch?